Ferienwohnungen Villa Waldblick

ODER - Wie aus der Villa Wahnsinn die Villa Waldblick wurde

Die Villa Waldblick damals noch "Villa Waldfrieden"
Die Villa Waldblick damals noch "Villa Waldfrieden" - genaues Datum ist nicht bekannt

Die Villa Waldblick in Zempin ist eine der typische Bädervillen, wie Sie an der Ostseeküste am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhundert erbaut wurden. Lange Zeit war die Villa Familienresidenz einer hier ansässigen Familie. Später wurde sie dann als Mietshaus genutzt. Das heutige Ferienhaus, war ursprünglich eine Art Schuppen. Dieser wurde irgendwann von einer LPG übernommen und zu einen Ferienhaus umgebaut. Nach der Wende ging das Ferienhaus an die eigentlichen Eigentümer zurück. Es wurde noch ein Weile an Feriengäste vermiete und verwaiste dann später. Die Häuser und das Grundstück waren dem Verfall überlassen.

Im Februar 2009 erwarben wir das Grundstück in der Waldstraße 10. Schon hier zeichnete sich ein schwerer Weg ab. Der Abschluss des Kaufvertrages sollte nicht ohne Schwierigkeiten verlaufen. Was konnten wir nach dem Kauf unser "Eigen" nennen? Es war ein völlig verwahrlostes Grundstück, auf dem die Natur mit all ihren Facetten ihre Macht demonstrierte. Bestückt mit zwei Gebäuden, auf welche das Wort "Ruine" besser passte, als das Wort "Haus" und schon gar nicht "Villa". Kurzum, es war alles andere als ermutigend!

Wahrscheinlich hatten wir vor dem Kauf eine "rosarote Brille" auf. Anders konnten wir uns unseren Schritt dieses Grundstück mit samt seinen Ruinen zu erwerben nicht erklären. Unser erste Gedanken: Wegsprengen, abfackeln und niederreißen! Aber, die Vernunft siegte. Wir krempelten die Ärmel hoch und betraten die Welt des Wahnsinns.

Die "Villa Wahnsinn" im Sommer 2008

Die Villa Waldblick im Sommer 2008 - Ansicht aus der WaldstraßeTeilansicht der Villa Waldblick im Sommer 2008Teilansicht der Villa Waldblick im Sommer 2008 Das Grundstück mit Ferienhaus im Sommer 2009Das Ferienhaus im Sommer 2008 - Ansicht vom GrundstückWas mal Parkplatz und Terrasse werden soll

Es war ein langer Weg aus den Ruinen eine ansichliche Villa zu machen. Mehre Planungen und viel Zeit vergingen bis die heutige Lösung entstand. Aus dem alten muffigen Ferienhaus — mit seinen zwei Schlafzimmern, einer alten knarzenden und viel zu steilen Treppe und einem Bad, welches schon von 60 Jahren (jedenfalls gefühlt) als antik angesehen werden konnte — sollten zwei gemütliche Ferienwohnungen entstehen. Jeweils zwei Zimmer, modernen Bädern und Fußbodenheizung — das war der Plan.

Aus der Villa, sollten wiederrum 4 Wohnungen werden. Ebenso elegant und modern wie die Ferienwohnungen, um einen Hort der Zuflucht zu erschaffen. Nicht nur für uns! Dem entgegen standen aber noch unzählige Hindernisse und vor allem voran die Entfernung. Regelmäßiges Pendeln von Greifswald nach Zempin kostete nicht nur Zeit und Geld. Sondern eine gehörige Portion Nerven und stellte unsere Familie mächtig auf die Probe.

Gemeinsam und mit Hilfe von Freunden und Bekannten, welche uns damals sehr geholfen haben, schaften wir es die Kosten so gering wie möglich zu halten und die Zeit effizient zu nutzen. Mit viel Fleiß nahmen wir den gemeinsamen Kampf auf. Wir entsorgten den ganzen Müll und alten Plunder, welcher in machen Räumen bis zur Decke ragte.

Für eine optimale Raumaufteilung wurden Wände abgerissen und Türdurchbrüche verschlossen. Die alten Fußbodendielen haben wir durch Estrichböden ersetzt. So kam es auch, dass wir das Ferienhaus tieferlegten, um eine vernünftige Raumhöhe zu erhalten. Kachelöfen, Steintritte und Treppen fielen Hämmern und Sägen zum Opfer.

Trotz unserer Bemühungen, fehlte uns das Gefühl des Vorankommens. Wir hatten aus einem runtergekommenen Grundstück mit verwahrlosten Häusern, einen Schrottplatz mit Bauruinen gemacht. Dazu kamen täglich unzählige Stunden harter Arbeit — oft bis tief in die Nacht —, regelmäßige Verletzungen und der Zeitdruck fertig werden zu müssen.

Jedes kleine Glücksgefühl, etwas entschiedenes geschafft zu haben, wurde von einer neuen Rückschlägen oder unerwarteten Problemen überschattet. Unzählige Mal wurde über eine Kapitulation gegenüber der "Villa Wahnsinn", wie wir das Bauprojekt nannten, nachgedacht. Doch wir haben nicht aufgegeben. Unsere Ehrgeiz sowie die Unterstützung weniger, aber wichtiger, Leute ließ uns den Mut nicht verlieren. Und so setzten wir unseren Traum vom eigenen Heim fort und begannen mit der zweiten Phase.

Aus dem Schutt entstanden Häuser. Fußböden, Decken und Dächer kamen an ihre Plätze. Die Entstehung des Traumhauses kam voran, wenn auch mit vielen Steine auf dem Weg dorthin. Betrüger in Form von Bauunternehmen, Hilfskräften und Dieben bremsten regelmäßig den Fortschritt aus. Und doch schafften wir es mit viel Ehrgeiz und Knochenarbeit den Traum wahr zu machen.

Die Villa Waldblick im Sommer 2010

Aus Ruinen wurden HäuserDas Grundstück nach der Sanierung und BeräumungDer Bauschutt ist verschwundenDer Rasen grünt

Im Dezember 2009 war es dann endlich soweit. Die ersten Wohnungen waren bezugsfertig und konnten an Ihre Mieter übergeben werden. Es folgten dann Anfang 2010 die letzten Wohnungen in Villa. Die Ferienwohnung 1 im Erdgeschoss des Ferienhauses, welche uns lange Zeit als Unterkunft und Abstellraum für alle möglichen Baumaterialien diente, wurde im Sommer 2010 fertiggestellt und konnte erstmals an Feriengäste übergeben werden. Pünktlich zur Saion 2011 wurde auch die Ferienwohnung II im Obergeschoss fertig. Wir hatten es geschafft! Aus einem verwildertem Grundstück mit zwei abbruchreifen Häusern wurde die Villa Waldblick. Wir hatten die "Villa Wahnsinn" gebändigt. Sie verlor ihren Schrecken und wurde zu unserem Zuhause. Auch wenn sie uns heute noch immer zeigt, dass der Wahnsinn nicht vollständig ausgetrieben werden konnte.

In den Jahren danach bis heute haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Grundstück zu verschönern und es mit immer neuen Ideen zu einem einzigartigen Erlebnis für Ihren Aufenthalt zu machen. Eine Vorher-Nachher-Gallerie der Ferienwohnungen finden Sie hier.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei unserer Familie, all unseren damaligen Freunden und Bekannten für Ihre Hilfe und Unterstützung in jeglicher Art bedanken. DANKE euch allen, denn ohne euch hätten wir es NIE geschafft!!